Tierheim Bischdorf – Ein Zuhause für Tiere in Not
Manchmal braucht es nur eine zweite Chance, um ein ganzes Leben zu verändern.
Nicht jedes Tier hat das Glück, in einem liebevollen Zuhause aufzuwachsen oder sein ganzes Leben dort verbringen zu dürfen. Manche Tiere werden ausgesetzt, andere verlieren durch Krankheit, persönliche Schicksalsschläge oder veränderte Lebensumstände ihrer Besitzer ihr Zuhause. Wieder andere werden vernachlässigt oder müssen aus schlechter Haltung befreit werden.
Für diese Tiere sind Tierheime oft die letzte Zuflucht und gleichzeitig die Hoffnung auf einen Neuanfang.
Eine solche Zuflucht bietet das Tierheim Bischdorf in der Oberlausitz, das vom Tierschutzverein Löbau-Zittau e. V. betrieben wird. Hier finden Tiere in Not Schutz, Versorgung und Menschen, die sich um ihr Wohlergehen kümmern und ihnen eine zweite Chance ermöglichen möchten.
Mir persönlich liegt dieses Tierheim besonders am Herzen. Denn von dort stammt meine Hündin Pola, die heute ein wichtiger Teil meines Lebens ist.
Der Tierschutzverein Löbau-Zittau e. V.
Der Tierschutzverein Löbau-Zittau e. V. wurde bereits im Jahr 1991 gegründet und setzt sich seitdem für das Wohlergehen von Tieren in der Oberlausitz ein.
Als Mitglied im Deutschen Tierschutzbund e. V. und im Landestierschutzverband Sachsen e. V. ist der Verein Teil eines größeren Netzwerks von Tierschutzorganisationen, die sich gemeinsam für einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren einsetzen.
Das Herzstück seiner Arbeit ist das Tierheim in Bischdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Rosenbach, unweit von Löbau.
Im Sommer 2011 bezog der Verein das rund 5.000 Quadratmeter große Tierheimgelände. Zuvor befand sich das Tierheim in Lawalde. Mit dem neuen Standort entstanden bessere Möglichkeiten, Tiere aufzunehmen, zu versorgen und ihnen möglichst artgerechte Unterkünfte zur Verfügung zu stellen.
Seitdem wurde das Tierheim immer wieder erweitert und modernisiert. So konnten unter anderem die Hundezwingeranlagen verbessert und zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden. Auch ein Behandlungszimmer für die tierärztliche Versorgung gehört zur Ausstattung.
Doch ein Tierheim besteht nicht nur aus Gebäuden, Zwingern und Gehegen.
Seine wichtigste Grundlage sind die Menschen, die sich täglich um die Tiere kümmern. Nach eigenen Angaben zählt der Tierschutzverein rund 50 aktive Mitglieder. Ein großer Teil der Arbeit wird durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer geleistet.
Unterstützung erhält der Verein außerdem durch verschiedene Förderprogramme, öffentliche Stellen, Unternehmen und Privatpersonen.
Ohne dieses Engagement wäre die umfangreiche Arbeit kaum zu bewältigen.
Ein Tierheim mit vielfältigen Aufgaben
Die Arbeit des Tierheims Bischdorf umfasst weit mehr als die Aufnahme und Vermittlung von Haustieren.
Der Verein kümmert sich um Fundtiere, nimmt Tiere auf, die von ihren bisherigen Haltern abgegeben werden müssen, und bietet auch Tieren eine Unterkunft, die durch Veterinär- oder Ordnungsämter untergebracht werden.
Das Einzugsgebiet erstreckt sich über weite Teile der Region des ehemaligen Landkreises Löbau-Zittau.
Dabei können die Gründe, aus denen ein Tier ins Tierheim kommt, sehr unterschiedlich sein.
Manchmal verstirbt ein Tierhalter und niemand aus der Familie kann sich um das zurückbleibende Haustier kümmern. In anderen Fällen führen Krankheit, finanzielle Schwierigkeiten, ein Umzug oder eine Veränderung der familiären Situation dazu, dass ein Tier abgegeben werden muss.
Leider gibt es auch Tiere, die ausgesetzt, vernachlässigt oder unter ungeeigneten Bedingungen gehalten wurden.
Für all diese Tiere versucht das Tierheim, zunächst Sicherheit und eine angemessene Versorgung zu gewährleisten.
Dabei sind die Bedürfnisse jedes einzelnen Tieres unterschiedlich. Ein verängstigter Hund benötigt möglicherweise besonders viel Geduld, während eine verletzte Katze zunächst medizinisch versorgt werden muss. Andere Tiere brauchen einfach Ruhe, regelmäßige Mahlzeiten und die Gelegenheit, wieder Vertrauen zu Menschen aufzubauen.
Die Mitarbeiter und Helfer müssen deshalb nicht nur körperlich anstrengende Arbeit leisten, sondern auch Einfühlungsvermögen, Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein mitbringen.
Hunde, Katzen und viele weitere Tiere
Im Tierheim Bischdorf werden vor allem Hunde und Katzen betreut. Doch auch Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, andere Nager und Vögel finden dort vorübergehend eine Unterkunft.
Darüber hinaus beschäftigt sich der Verein mit der Aufnahme und Unterbringung von Huftieren, beispielsweise Schafen und Ziegen.
Die Dimensionen dieser Arbeit werden durch die vom Verein veröffentlichten Zahlen deutlich.
Nach eigenen Angaben nimmt das Tierheim durchschnittlich etwa 134 Hunde und 240 Katzen pro Jahr auf, dazu zahlreiche weitere Kleintiere.
Gleichzeitig befinden sich im Durchschnitt rund 30 Hunde, 60 Katzen und bis zu 20 Kleintiere in der Betreuung.
Diese Zahlen verdeutlichen, wie viel tägliche Arbeit hinter dem Betrieb eines Tierheims steckt.
Jedes einzelne Tier muss gefüttert und versorgt werden. Die Unterkünfte müssen gereinigt, die Tiere beobachtet und bei Bedarf medizinisch behandelt werden.
Hunde brauchen Bewegung, Beschäftigung und Kontakt zu Menschen. Katzen benötigen Rückzugsmöglichkeiten, Beschäftigung und eine Umgebung, in der sie sich sicher fühlen können. Auch Kleintiere haben ganz individuelle Anforderungen an ihre Unterbringung, Ernährung und Pflege.
Eine besondere Herausforderung stellen Tiere dar, die krank, alt oder aufgrund ihrer Vorgeschichte schwer zu vermitteln sind.
Sie benötigen häufig besonders intensive Betreuung und bleiben manchmal über einen langen Zeitraum im Tierheim.
Gerade für diese Tiere ist es wichtig, dass der Verein ausreichend Personal, Platz und finanzielle Mittel zur Verfügung hat.
Eine zweite Chance durch Tiervermittlung
Eines der wichtigsten Ziele des Tierheims besteht darin, für möglichst viele seiner Bewohner ein neues, dauerhaftes Zuhause zu finden.
Dabei geht es nicht darum, ein Tier möglichst schnell zu vermitteln. Viel wichtiger ist, dass die zukünftigen Halter und das Tier wirklich zueinander passen.
Jeder Hund, jede Katze und jedes Kleintier besitzt einen eigenen Charakter, eine eigene Geschichte und individuelle Bedürfnisse.
Ein junger, aktiver Hund benötigt beispielsweise andere Lebensbedingungen als ein älterer Vierbeiner, der lieber gemütliche Spaziergänge unternimmt. Eine scheue Katze braucht möglicherweise ein ruhiges Zuhause mit geduldigen Menschen, während eine besonders aktive Katze viel Beschäftigung und Abwechslung benötigt.
Das Tierheim legt deshalb Wert darauf, Interessenten vor einer Vermittlung kennenzulernen und zu beraten.
Auf der Webseite des Vereins werden die zur Vermittlung stehenden Tiere vorgestellt. Interessierte können sich zunächst informieren und anschließend Kontakt mit dem Tierheim aufnehmen.
In persönlichen Gesprächen und bei Besuchen wird gemeinsam geprüft, ob die Erwartungen und Lebensumstände zu den Bedürfnissen des jeweiligen Tieres passen.
Manchmal sind mehrere Besuche sinnvoll, um sich gegenseitig kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
Vor der Übergabe werden ein Schutzvertrag abgeschlossen und eine Schutzgebühr erhoben.
Die Schutzgebühr ist dabei kein gewöhnlicher Kaufpreis. Sie trägt unter anderem zur Finanzierung der Versorgungskosten bei und soll dazu beitragen, dass die Entscheidung für ein Tier bewusst getroffen wird.
Denn die Aufnahme eines Tieres bedeutet Verantwortung – nicht nur für einige Wochen oder Monate, sondern möglichst für sein gesamtes weiteres Leben.
Meine persönliche Verbindung zum Tierheim: Pola
Für mich ist das Tierheim Bischdorf weit mehr als eine Einrichtung, die sich um Tiere ohne Zuhause kümmert.
Meine Hündin Pola stammt von dort.
Durch sie hat die Arbeit des Tierheims für mich eine ganz persönliche Bedeutung bekommen.
Wenn ich Pola heute ansehe, denke ich auch daran, dass es Menschen gibt, die sich mit viel Engagement um Tiere kümmern, ihnen Schutz bieten und nach einem geeigneten Zuhause für sie suchen.
Ohne diese Menschen würden viele Tiere möglicherweise nie die Gelegenheit bekommen, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.
Pola hat bei mir ein Zuhause gefunden. Gleichzeitig habe ich durch sie eine treue Begleiterin gewonnen, die mein Leben bereichert.
Das ist für mich das Schöne an einer Tiervermittlung: Nicht nur das Tier bekommt eine neue Chance. Auch der Mensch, der es aufnimmt, kann dadurch unglaublich viel gewinnen.
Ich finde es wichtig, dass Tierheimtiere nicht als Tiere zweiter Wahl betrachtet werden.
Oft haben sie einfach nur Pech gehabt. Sie können nichts dafür, wenn ihre bisherigen Besitzer sie nicht mehr versorgen konnten oder wollten.
Viele von ihnen warten lediglich darauf, dass jemand ihnen eine Chance gibt.
Pola ist für mich ein wunderbares Beispiel dafür, wie wertvoll diese Chance sein kann.
Warum ich das Tierheim monatlich unterstütze
Aus Dankbarkeit und aus Überzeugung spende ich jeden Monat an den Tierschutzverein Löbau-Zittau e. V.
Mir ist wichtig, nicht nur einmalig etwas Gutes zu tun, sondern die Arbeit des Tierheims dauerhaft zu unterstützen.
Denn die Kosten eines Tierheims entstehen jeden einzelnen Tag – unabhängig davon, wie viele Spenden gerade eingehen.
Die Tiere benötigen regelmäßig Futter, Wasser, Einstreu, Pflegeprodukte und Medikamente. Hinzu kommen Tierarztkosten, Strom, Heizung, Wasser, Reparaturen und die Instandhaltung der Gebäude und Außenanlagen.
Auch die Betreuung der Tiere, notwendige Transporte und der Betrieb des Tiernotdienstes verursachen Ausgaben.
Besonders teuer kann die Versorgung älterer oder chronisch kranker Tiere werden. Manche müssen über Monate oder Jahre behandelt werden, bevor sie vermittelt werden können. Andere finden möglicherweise überhaupt kein neues Zuhause.
Nach eigenen Angaben finanziert sich der Tierschutzverein durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, öffentliche Zuschüsse und Einnahmen aus Tiervermittlungen. Für die Unterbringung bestimmter Fund- und behördlich zugewiesener Tiere können außerdem Kostenerstattungen hinzukommen.
Eine verlässliche Finanzierung ist deshalb besonders wichtig.
Regelmäßige Spenden helfen dem Verein, seine laufenden Ausgaben besser zu planen und die Versorgung seiner Schützlinge langfristig sicherzustellen.
Natürlich kann eine einzelne Spende nicht alle Probleme lösen.
Aber viele Menschen, die jeweils einen kleinen Beitrag leisten, können gemeinsam viel bewirken.
Und für jedes einzelne Tier, dem dadurch geholfen wird, kann dieser Beitrag einen großen Unterschied machen.
Das Projekt Kleinradmeritz
Ein weiteres Vorhaben des Tierschutzvereins ist die geplante Nutzung eines Grundstücks in Kleinradmeritz als zusätzliche Außenstelle.
Das Gelände befindet sich nur wenige Kilometer vom Tierheim Bischdorf entfernt.
Unter der Bezeichnung „Tierpension Kunterbunt – Außenstelle Kleinradmeritz“ beschreibt der Verein seine Pläne, dort zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen und das bestehende Tierheim zu entlasten.
Insbesondere der Katzenbereich könnte davon profitieren. So besteht die Überlegung, Pensionskatzen künftig in Kleinradmeritz unterzubringen, um in Bischdorf mehr Platz für andere Tiere zu schaffen.
Auch die längerfristige Unterbringung einzelner schwer vermittelbarer Hunde wird als Möglichkeit genannt.
Darüber hinaus verfügt das Grundstück über Grünflächen und Gebäude, die sich grundsätzlich für die Haltung von Schafen, Ziegen und anderen Tieren eignen könnten.
Ein vorhandener Stallbereich könnte zu Winterquartieren ausgebaut werden.
Allerdings sind dafür umfangreiche Arbeiten notwendig. Insbesondere die Erneuerung des Scheunendachs stellt nach Angaben des Vereins eine größere Herausforderung dar.
Das Projekt zeigt, dass der Tierschutzverein auch langfristig daran arbeitet, seine Möglichkeiten zu erweitern und auf veränderte Anforderungen zu reagieren.
Gleichzeitig macht es deutlich, wie sehr solche Vorhaben von Spenden und weiterer Unterstützung abhängen.
Wie man das Tierheim unterstützen kann
Nicht jeder hat die Möglichkeit, selbst ein Tier aufzunehmen. Trotzdem gibt es viele Wege, die Arbeit des Tierheims Bischdorf zu unterstützen.
Ein Tier adoptieren
Wer über die notwendigen Voraussetzungen verfügt und bereit ist, langfristig Verantwortung zu übernehmen, kann einem Tier aus dem Tierheim ein liebevolles Zuhause schenken.
Geld spenden
Einmalige oder regelmäßige Spenden helfen dabei, die Versorgung der Tiere und den Betrieb des Tierheims zu finanzieren. Auch kleinere Beträge können viel bewirken.
Mitglied im Tierschutzverein werden
Durch eine Mitgliedschaft lässt sich die Arbeit des Vereins dauerhaft unterstützen. Wer möchte, kann sich darüber hinaus aktiv in das Vereinsleben einbringen.
Ehrenamtlich mithelfen
Der Verein ist auf Menschen angewiesen, die sich für Tiere engagieren. Welche Möglichkeiten zur freiwilligen Mitarbeit bestehen, kann direkt beim Tierheim erfragt werden.
Sachspenden und praktische Hilfe anbieten
Je nach aktuellem Bedarf können auch Futter, Ausstattung oder andere Materialien eine wertvolle Unterstützung sein. Am besten erkundigt man sich vorher beim Tierheim, was tatsächlich benötigt wird.
Auf das Tierheim aufmerksam machen
Manchmal genügt bereits ein Hinweis auf ein Tier, das ein neues Zuhause sucht. Wer Vermittlungsaufrufe teilt oder im Bekanntenkreis auf das Tierheim aufmerksam macht, kann dazu beitragen, dass Tiere schneller passende Halter finden.
Jede Form der Unterstützung ist wertvoll, denn Tierschutz ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden kann.
Weitere Informationen und Kontakt
Tierschutzverein Löbau-Zittau e. V.
Tierheim Bischdorf
Bernstädter Straße 1
02708 Rosenbach, OT Bischdorf
Sachsen
Telefon: 03585 2113703
E-Mail: tsvloebau@aol.com
Offizielle Webseite:
https://www.tierschutzverein-loebau-zittau.de
Tiervermittlung:
https://www.tierschutzverein-loebau-zittau.de/tiervermittlung
Spenden und Mitgliedschaft:
https://www.tierschutzverein-loebau-zittau.de/mitglied-werden
Wer sich über die aktuellen Bewohner des Tierheims, eine mögliche Tiervermittlung oder die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten informieren möchte, findet auf der offiziellen Webseite weitere Informationen.
Die Angaben über den Verein, das Tierheim und seine Projekte basieren auf den veröffentlichten Informationen des Tierschutzvereins Löbau-Zittau e. V.